Konrad Latte’s biography, net worth, fact, career, awards and life story

Intro German pianist
Was Musician 
Pianist 
From Germany 
Type Music 
Gender male
Birth 1922, Wrocław, Polish People’s Republic
Death 2005, Berlin, Margraviate of Brandenburg
(aged 83 years)
Awards
Officer’s Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
Instruments:
Piano

Konrad Latte (* 5. Mai 1922 in Breslau; † Mai 2005) war ein deutscher Musiker und Überlebender des Holocaust.

Leben

Latte wuchs in einer assimilierten Familie auf. Er war Schüler von Edwin Fischer und Leo Borchard. Nach den Nürnberger Rassegesetzen galt er jedoch als Jude und war der Verfolgung ausgesetzt. Zuletzt arbeitete er als Organist in der St.-Annen-Kirche in Dahlem. 1943 tauchte er zusammen mit seinen Eltern in Berlin unter. Während seine Schwester Gabi an Scharlach starb und seine Eltern Margarete und Manfred Latte im KZ Auschwitz ermordet wurden, überlebte Konrad Latte die Kriegsjahre im Untergrund. Unter seinen prominenten Helfern waren der Komponist Gottfried von Einem, Pfarrer Harald Poelchau, der Pianist Edwin Fischer, der Dirigent Leo Borchard, die Journalistin Ruth Andreas-Friedrich, die Schauspielerin Ursula Meißner und Anne-Lise Harich, bei der er laut den Autoren des Blauen Buches über Erich Kästner, der ihn ebenfalls unterstützte, wohnte. In der Zeit mit Anne-Lise Harich in Zehlendorf verwendete er den Decknamen Bauer. Als Tarnung trug er zudem ein Abzeichen der Deutschen Arbeiterfront.

Nach dem Krieg arbeitete Konrad Latte als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung in Cottbus (1949–52) und als musikalischer Oberleiter in Bautzen (1952/53). 1953 gründete er das Berliner Barock-Orchester, das er bis 1997 leitete. Zuletzt lebte er mit seiner Ehefrau Ellen in Berlin-Wannsee.

Literatur

  • Peter Schneider: Und wenn wir nur eine Stunde gewinnen. Wie ein jüdischer Musiker die Nazi-Jahre überlebte. Rowohlt, Berlin, ISBN 978-3-87134-431-2
  • Konrad Latte – Überleben unterm Hakenkreuz (1999), Dokumentarfilm, Regie: Irmgard von zur Mühlen
  • Anat Feinberg: Nachklänge – Jüdische Musiker in Deutschland nach 1945. Philo Verlag, Berlin / Wien 2005, ISBN 978-3-86572-503-5
  • Michael Schweizer: Der jüdische Musiker hat Peter Schneider von seinen Jahren im Untergrund erzählt: Wie Konrad Latte die Nazi-Zeit überlebte. In: Berliner Zeitung. 30. Juni 2001; abgerufen am 25. Januar 2019. 
  • Peter Schneider: Konrad oder die Liebe zur Musik. In: Der Spiegel. Nr. 42, 2000 (online). 
  • Anita Lasker-Wallfisch: Ihr sollt die Wahrheit erben, 2000 ISBN 978-3499226700
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